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Der Freimaurerbund ist eine Gesellschaft mit besonderer Privatsphäre. Gemäss der
föderativen Struktur des Bundes entwickelt er seine Aktivitäten hauptsächlich in den
einzelnen Logen, die unter Wahrung der Allgemeinen Maurerischen Grundsätze weitgehend
autonom organisiert sind. Juristisch sind Freimaurerlogen in der Schweiz
Vereine gemäss Art. 60ff. ZGB.
Oberstes Organ einer Loge ist wie in anderen Vereinen die Generalversammlung,
welche das letzte Wort in allen Geschäften hat und auch den Vorstand wählt.
Der Vorstand einer Loge nennt sich Beamtenkollegium. Er ist mit verschiedenen
rituellen und administrativen Chargen betraut und wird von einem Präsidenten, dem
Meister vom Stuhl, geleitet.
Den Vorsitz in allen Versammlungen hat der Meister vom Stuhl, welcher nicht nur Vereinspräsident,
sondern für die Zeit seiner Beamtung auch geistiger Führer der Loge
ist. Er ordnet die Arbeiten in der Loge an und leitet diese. Seiner Leitung vertrauen die
Brüder, die ihn in freier Wahl bestimmen.
Die Mitglieder der Loge treffen sich regelmässig, meist wöchentlich. Eine Zusammenkunft
kann eine rituelle Tempelarbeit sein, eine freimaurerische Instruktion, ein Vortrag
oder auch eine freie Zusammenkunft, bei der man sich zur geselligen Runde trifft.
Entsprechend ihrer handwerklichen Symbolik arbeitet die Freimaurerei in 3 Graden:
Lehrling, Geselle und Meister. Die Einteilung des Lehrinhaltes der Freimaurerei in
Stufen ist auf ihre 3 Grade abgestimmt. Diese entsprechen einer schrittweisen Entfaltung
der Lehre, sodass der Eingeweihte das Wissen in jedem Grad nachhaltig
erfassen kann, bevor er die nächste Stufe ersteigt.
Freimaurer, die sich nach Erreichen des Meistergrades noch weiter in die Philosophie
des Bundes vertiefen wollen, finden dafür in den Hochgradsystemen geeignete
Plattformen.
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